Trotz der gegenwärtigen Krise, in der in einer einzigartigen Geschwindigkeit (ähnlich einer Kernschmelze) Geld verbrannt wurde und wird, war es ein schönes Jahr 2008. Vielleicht auch, weil die unmittelbaren Folgen für viele erst 2009 absehbar werden.
Schön ist allerdings, dass sich im Rückblick auf das nun ablaufende Jahr wieder tolle Musiker präsentierten.
Ein ganz kleiner Ausschnitt: Insbesondere aus Schweden gab es viel Material (z.B. Friska Viljor, Lykke Li, Miss Li, Garmisch Partenkirchen, Tiger Lou) und ein hoffnungsvolles Zeichen aus Deutschland mit den 1000 Robota aus Hamburg und dem nicht eingetretenen Erfolg von Alexander Marcus. Unser allerliebstes Printmagazin SPEX hat sich freundlicherweise bereits die Mühe gemacht und die 50 Songs 2008 zusammengetragen. Weitere Listen werden in den nächsten Tagen sicher folgen (leichte Irritationen rief bereits der erste Rang der Leserpoll-Bücherliste 08 in der überaus geschätzten DE:BUG hervor). Sehr gespannt sind wir auf die Auswertung des Songs des Jahres der roten raupe.
Und nun zum Abschluss des Jahres für Euch, quasi als Warm-Up, ein feierlicher Auftritt. Zwar aus dem Jahr 2007, aber von einer tollen Band. Arcade Fire spielen "Neon Bible" (im Aufzug) und "Wake Up" (inmitten des Publikums). Wenn das mal nix is. Bitteschön.
Ach, und frohes Neues.
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Mittwoch, 31. Dezember 2008
Montag, 22. September 2008
1000 Robota.
Die Hamburger "Teenie-Band" 1000 Robota besitzt offensichtlich viel Energie und ein Gefühl für den Moment. Sie klingen herrlich ungeschliffen und verbreiten einen lange nicht mehr gekannten Optimismus in der deutschen Musikszene. Denn endlich kommt mal wieder eine Band aus Deutschland, die es auch in anderen Ländern, insbesondere England schaffen kann gehört zu werden.
Ihre Geschichte ist sicher eine ganz besondere und jüngst gar in der Printausgabe der ZEIT nachzulesen. In der Kurzfassung klingt das in etwa so: Entdeckt über myspace vom kleinen Label Tapete Records und einer Autorin des NME, Konzert in London und dazugehöriger Artikel im "Gradmesser zeitgemässer, wirklich modischer Musik".
Stellt sich nur die Frage: Was soll man noch für Lieder schreiben nach Tocotronic? Vor allem kurze, knappe, auf das Wesentliche verdichtete Songs, in denen man einen Gegner der jungen Hamburger klar definiert herausliest. Sie sind nicht die Verkopftheit im deutschen Rock oder auch Diskurs-Pop und wie Bands a la Tomte, Kettcar und Herrenmagazin. Allesamt eher von Musikern bevölkert, die als Gewohnheitstypen mit Buch und Zigarrette in einer Bar, St-Pauli-Fans und Freund von allem, sowie mit einem Gefühl immer auf der richtigen Seite zu sein, daherkommen. 1000 Robota klingen und fühlen sich ganz anders an. "Hamburg brennt!" Endlich wieder!
Ihre Geschichte ist sicher eine ganz besondere und jüngst gar in der Printausgabe der ZEIT nachzulesen. In der Kurzfassung klingt das in etwa so: Entdeckt über myspace vom kleinen Label Tapete Records und einer Autorin des NME, Konzert in London und dazugehöriger Artikel im "Gradmesser zeitgemässer, wirklich modischer Musik".
Stellt sich nur die Frage: Was soll man noch für Lieder schreiben nach Tocotronic? Vor allem kurze, knappe, auf das Wesentliche verdichtete Songs, in denen man einen Gegner der jungen Hamburger klar definiert herausliest. Sie sind nicht die Verkopftheit im deutschen Rock oder auch Diskurs-Pop und wie Bands a la Tomte, Kettcar und Herrenmagazin. Allesamt eher von Musikern bevölkert, die als Gewohnheitstypen mit Buch und Zigarrette in einer Bar, St-Pauli-Fans und Freund von allem, sowie mit einem Gefühl immer auf der richtigen Seite zu sein, daherkommen. 1000 Robota klingen und fühlen sich ganz anders an. "Hamburg brennt!" Endlich wieder!
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